Wir haben uns die Machbarkeitsstudie zu MERA er-pitch-t
Im Vorfeld des diesjährigen Erfahrungsaustausches hatten alle WIR!-Bündnisse der zweiten Förderrunde die Möglichkeit, eine Idee für ein interdisziplinäres Transferprojekt zu entwickeln.
Dazu sollten sich mindestens zwei Bündnisse zusammenschließen. Es war zu überlegen, welches gemeinsame Projekt aus den verschiedenen Kompetenzen der einzelnen Bündnisse entwickelt werden könnte und wie diese Idee in die praktische Umsetzung überführt werden kann. Mit einer Skizze konnte man sich dann für eine Machbarkeitsstudie bewerben, die mit einem Pitch am zweiten Tag des Erfahrungsaustausches in Leipzig verteidigt werden musste.
ArtIFARM hatte dazu zu verschiedenen Bündnissen Kontakt aufgenommen und in Brainstorming-Meetings abgeglichen, welche Optionen bestehen. In der Kürze der Frist war dies eine Herausforderung. Zum Schluss konnten wir gute Übereinstimmungen mit einem Bündnis aus der Region finden.
Gemeinsam mit dem WIR!-Bündnis biogeniV haben wir eine Skizze formuliert und einen Pitch vorbereitet. Wir haben uns auf die Herausforderung, in 3 Minuten den Zuschauer*innen unsere Projektidee zu erklären, mit Fantasie und einer guten Story vorbereitet.
18 der 24 WIR!-Bündnisse hatten sich zu 6 Projekt-Verbünden zusammengeschlossen und stellten sich dem Publikum. Diese Art der Bewerbung um Förder- bzw. Finanzmittel ist ja eher bekannt aus der Startup-Szene. Durch das Pitchen von Ideen entschied nicht der Fördermittelgeber (BMFTR) bzw. eine Jury über die Vergabe der Mittel, sondern die Veranstaltungsteilnehmer*innen, d.h. alle anwesenden WIR!-Bündnisse.
Folgende Transferprojektideen wurden präsentiert:
- WIR!skalieren (BioZ & Waste2Value)
- WIR!ksam (renat-Bau, Holz-21-regio & GOLEM)
- FRÜHE Signale (BlueHealthTech, DIANA, LASER.region.AACHEN & Health.AI)
- Sichere Logistik Erneuerbarer Energien (CAPTN Energy, Feuerwehr der Zukunft & UAM-Region-SH)
- Neue Wege der Gesundheitsversorgung (ElbeValley, WeCaRe, com(m)2020 & Landvorteil)
- MERA (ArtIFARM & biogeniV)
ArtIFARM stellte gemeinsam mit biogeniV MERA (Methanol Energy for Robotic Agriculture) vor. Die Idee ist, den autonomen ArtIFARM-Steinesammler (Vorhaben AUTARC) mit einem alternativen, umweltfreundlichen Antrieb auszustatten. Dazu ist Methanol (Vorhaben bV-A1 – Dezentrale Biomethanolerzeugung & bV-D2 – motorische Anwendung) als Brennstoff in einem Motor oder als Ausgangsstoff für eine Brennstoffzelle möglich. Dies wollten wir gern in einer Machbarkeitsstudie prüfen.
Alle Projektideen in den Pitches waren sehr innovativ, vielversprechend und förderwürdig – aber für nur 3 Transferprojekte wurde die Förderung einer Machbarkeitsstudie in Aussicht gestellt. So musste das Publikum Punkte vergeben. Durch Summierung der Punkte und unter Einbeziehung eines Fairness-Faktors wurden die Sieger ermittelt. Die drei besten Projekte erhielten eine Urkunde mit der Aufforderung zur Einreichung eines Vollantrags für die Machbarkeitsstudie ihres Projektes.
Der ArtIFARM-biogeniV-Pitch tanzte etwas aus der Reihe und zeigte sich auch hier kreativ und innovativ. Damit gewannen wir auf alle Fälle die Sympathien der Zuschauer*innen.
Zusätzlich müssen unsere Argumente für MERA auch fachlich überzeugt haben, denn: wir haben eine der drei Förderzusagen für die Machbarkeitsstudie MERA mit einer Fördersumme in Höhe von 300.000 € erhalten.
DANKE unserem Bündnissprecher, Prof. Dr.-Ing. Mark Vehse, und Prof. Dr. Johannes Gulden von biogeniV für die herausragende Performance.
Gratulieren wollen wir auch den beiden anderen Transfer-Projektideen: „WIR!ksam“ und „Sichere Logistik Erneuerbarer Energien“ für ihre erfolgreichen Pitches!
UND: Bei positivem Ergebnis der Studie steht zusätzlich nun ein sich anschließendes gefördertes Transferprojekt in Aussicht.




