Se4UAS-LW

Artificial Intelligence in Farming

Projektsteckbrief SE4UAS-LW

Studie zum Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft

Kategorie

F&E

Partner

2

Budget

≈ 200 Tsd. €

Laufzeit

06/2023-01/2025

Das Team

Prof. Dr. Christian Bunse

Hochschule Stralsund

Fakultät Elektrotechnik und Informatik; Lehrgebiet Software-Systeme

Prof. Dr.-Ing. Tobias Hillmann

Hochschule Neubrandenburg

Lehrstuhl für praktische Geodäsie, Kartographie und Datenverarbeitung

Michael Thurm

Hochschule Stralsund

Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter

Lutz Hamann

Hochschule Neubrandenburg

Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter

Ziele

Mit der „Studie zum Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft“ sollen drei Ziele erreicht werden:

Erstens soll ein Überblick über die bestehenden Einsatzmöglichkeiten von Drohnen in der Landwirtschaft gewonnen werden. Das beinhaltet die Ermittlung bestehender Einsatzszenarien, rechtlicher und technischer Einschränkungen sowie eine Marktübersicht bereits verfügbarer Systeme für die Landwirtschaft. Dieser Teil, insbesondere der letzte Punkt, soll vor allem den im Netzwerk vertretenen Praktiker*innen aus der Landwirtschaft helfen, Einsatzmöglichkeiten für die eigenen Betriebe zu evaluieren.

Zweitens soll die Studie einen Überblick geben über Bedarfe und Möglichkeiten, die sich aus der Anwendung von Drohnen ergeben, aber bisher nicht von den marktverfügbaren Lösungen abgedeckt werden. Dafür wird insbesondere der Austausch mit Landwirt*innen gesucht, um deren Bedarfe und Ideen zu sammeln und auch um praktisch zu demonstrieren, was Drohnen schon heute können, um solche Ideen vielleicht erst zu wecken. Dieser Teil dient vor allem den ArtIFARM-Partnern, die als Forschende oder Unternehmen an neuen Technologien und Anwendungsmöglichkeiten für Drohnen in der Landwirtschaft arbeiten wollen.

Das dritte Ziel ist, aus der Analyse der bestehenden Einsatzmöglichkeiten und den ermittelten Bedarfen und Ideen konkrete Szenarien für zukünftige Einsatzmöglichkeiten zu entwickeln und die erfolgversprechendsten davon soweit zu konkretisieren, dass daraus Folgeprojekte innerhalb von ArtIFARM entstehen können.

Forschungsgegenstand

Im ersten Schritt wird über Markt- und Literaturrecherche ermittelt, wofür Drohnen in der Landwirtschaft bislang schon eingesetzt werden und welche Systeme dafür genutzt werden können. Die Ergebnisse werden in einer Ontologie der landwirtschaftlich nutzbaren Drohnensysteme zusammengefasst, so dass je nach Fragestellung und Zielgruppe nach verschiedenen Kriterien abgefragt werden kann, was für Systeme für welchen Einsatzzweck nutzbar sind.
Die Ermittlung der Bedarfe und Ideen für zukünftige Einsatzszenarien erfolgt über Interviews und Umfragen mit Landwirt*innen der Region. In diesem Zusammenhang sind auch Demonstrationsflüge geplant, um den Landwirt*innen ganz praktisch zu demonstrieren, wie der Einsatz von Drohnen im alltäglichen Betriebsablauf aussehen könnte und damit Ideen für weitere Einsatzmöglichkeiten anzuregen.

Zusammen mit den Daten der Marktrecherche ergeben sich so die Markt- und Fähigkeitslücken, die durch nachfolgende ArtIFARM-Projekte gefüllt werden können:
• Vorhandene Technologien, die für neue Einsatzszenarien genutzt werden können
• Bestehende Bedarfe, die neue/weiterentwickelte Technologie erfordern
• Bisher undenkbare Arbeitsmethoden, die durch neue oder bereits verfügbare Technologien ermöglicht werden
• Ideen für zukünftige Einsatzszenarien, die ggf. auch geänderte rechtliche Rahmenbedingungen erfordern

Diese Innovationschancen unterscheiden sich nach Umsetzbarkeit und Umsetzungsaufwand. Im einen Extrem werden darunter Szenarien sein, für die bestehende Technologie in neuem Zusammenhang genutzt wird, die also ohne Entwicklungsaufwand sofort umsetzbar sind. Das andere Extrem sind Szenarien, für die grundlegend neue Technologien erforderlich sind oder die bisher durch die Rechtslage zu Drohnenflügen verhindert werden, die also einen besonders langen Atem für die Umsetzung benötigen. Entsprechend müssen die ermittelten Innovationschancen bewertet und priorisiert werden.

Um zu ermöglichen, dass die erfolgversprechendsten Szenarien in nachfolgenden ArtIFARM-Projekten (und ggf. darüber hinaus) umgesetzt werden können, werden diese dann noch weiter konkretisiert. Dazu gehört auch, die Szenarien in Bezug auf Kosten, Umsetzbarkeit, Wertschöpfung für die Landwirt*innen und die Region, Chancen und Risiken soweit zu spezifizieren, dass zukünftige Projektkonsortien auf dieser Basis eine fundierte Entscheidung treffen können.